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Orgel

Nach fast dreijähriger Planungs- und Bauzeit wurde sie am 26. November 1995 feierlich eingeweiht. Die imposante Orgel auf der Empore ist ein Werk der Orgelbaufirma Hubert Sandtner aus Dillingen an der Donau. Sie hat 42 klingende Register, verteilt auf drei Manuale und Pedal mit insgesamt 2.954 Pfeifen. Das große Gehäuse der Orgel mit einer Gesamthöhe von 9,50 in der "ersten Etage" das Hauptwerk, in der "zweiten Etage" das Schwellwerk und an den beiden Seiten der Orgel das Pedalwerk. Die größte Pfeife des Registers Prinzipal 16' hat eine Länge von 5,50 m und einen Umfang von 85 cm. Die Pfeife steht genau in der Mitte des Orgelprospekts, direkt über dem Spieltisch. Im Rücken des Spielers befindet sich das Rückpositiv. Mit ihrer französisch-symphonischen Disposition lässt sich die französische Orgelromantik besonders stilgerecht darstellen. Die Fähigkeit der Orgel verschließt sich aber ebenso wenig der Interpretation barocker Orgelmusik wie auch der deutschen Orgelromantik und der Moderne. Durch ihre Größe und ihren einzigartigen Klang ist die Orgel zu einem kirchenmusikalischen Mittelpunkt der Region geworden. Regelmäßig konzertieren hier international bekannte Organisten.

Die Konzeption der Orgel wird in einem Bericht der Orgelbaufirma Sandtner aus der "Festschrift zur Orgelweihe" weitergehend erläutert.

 

Kirche

Die Kirche St. Martin wurde in den Jahren 1866 bis 1876 als neugotische Hallenkirche gebaut. Planer und ausführender Architekt der Kirche war Eduard Zais aus Wiesbaden.

Sie steht in Ost-West-Richtung, weil die Schauseite, die dekorativ ausgebaute Turmfassade, vom Kurbereich aus gut sichtbar sein sollte.

Wegen großer Schwierigkeiten in der Erbauungs- und Einrichtungszeit (Kulturkampf u.a.!) konnte die Kirche erst am 17. Juni 1884 konsekriert werden.

Der Innenraum bekommt besonders durch die dekorative und doch zurückhaltende Ausmalung sowie durch die bunten Glasfenster im Chor Wärme und Athmosphäre. Von der Ausstattung ist besonders erwähnenswert der wertvolle Hauptaltar von 1880, aus sechs verschiedenen Holzarten und farbig gefasst. Im Aufbau entspricht er dem Typus mittelalterlicher Flügelaltäre. Die Kreuzwegstationen sind Werke aus der Erbauungszeit.

Die Neuzeit hat markante Akzente gesetzt mit Werken von Professor Gernot Rumpf. Sein Zelebrationsaltar von 1985 wird dominiert von dem uralten Symbol für Jesus Christus, dem Pelikan. Aus seinem Nest fließen vier Wasserströme, die zwei Garben und zwei Weinstöcke tragen. Auf ihnen ruht die Altarplatte aus Lahnmarmor. Der Ambo (1988), das Lesepult, ist gestaltet als Tisch des Wortes, von dem das Netz der Kirche herabfällt. Und in diesem Netzt haben allerlei Fische Platz, die in ihrer Symbolik mit der Stadtgeschichte von Bad Ems verbunden sind (z.B. Kaiser-Wilhelm-Fisch!) oder Verkörperungen der sieben Kardinalsünden darstellen.

Der Osterleuchter von 1996 wird getragen von dem Phönix, einem Vogel, der nach alten mythischen Vorstellungen sich selbst verbrennt und nach drei Tagen aus der Asche wieder aufersteht. So wurde er zum Symbol für die Auferstehung Jesu Christi.

Das jüngste Werk von Professor Rumpf ist der Taufbrunnen aus dem Jahre 2004.

Die große Orgel wurde 1995 von der Firma Sandtner, Dillingen an der Donau, erbaut. Sie hat 42 Register, verteilt auf drei Manuale und Pedal. Durch ihre außergewöhnliche Größe und ihren einzigartigen Klang ist die Orgel auch zu einem kirchenmusikalischen Mittelpunkt der Region geworden.

 

Kilian Schmitz

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Die Sandtner-Orgel in der kath. Pfarrkirche "St. Martin" zu Bad Ems

Nach nunmehr 3jähriger Planungs- und Bauzeit kann heute die neue Orgel in der kath. Pfarrkirche "St. Martin" zu Bad Ems erstmals öffentlich erklingen.

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Disposition Sandtner-Orgel Bad Ems

Die Disposition der Sandtner-Orgel Bad Ems gibt's hier zum Download: